Der erneute Versuch meines Vaters etwas Fairness herzustellen.

Zum Jahreswechsel 2018/2019 gab ich mich mit dem besten Freund meines Vaters und meiner Tante (die Schwester meiner Mutter) unterhalten. Sie konnten sich nicht erklären, wie es zu so einer unfairen Aufteilung kommen konnte. Insbesondere da meine Mutter immer wieder unter Zeugen sagte das Erbe solle 50:50 aufgeteilt werden.

Durch Vermittlung mit meiner Tante kam es dann tatsächlich zu einer vorläufigen Einigung mit meiner Vater, und dem Willen nach einer fairen Lösung zu suchen. Welche wir in einer gemeinsamen Absichtserklärung niedergeschrieben und zu dritt (Tante, Vater und ich) unterschrieben haben.

Mir war es aber wichtig, das wir neben den in der Absichtserklärung identifizierten Lösungsalternativen (die eine Zusätzliche finanzielle Belastung meiner Eltern bedeutet hätten) noch weitere Lösungsalternativen besprechen. Dazu brauchten wir aber professionelle Hilfe.

Meine Vater und ich wollten deshalb eine dritte fachkundige Person einschalten. Ich fragte meinen Vater ob wir meinen Cousin (Immobilienmakler) dazu nehmen sollten. Das fand er keine so gute Idee, da meine Mutter vermuten würde mein Cousin ist parteiisch. Also nahm ich den Immobilienmakler und Fachmakler für Erbrecht dazu, der auch die erste Marktpreisschätzung vom Haus meiner Eltern durchgeführt hat (allerdings ohne Berücksichtigung der Wertminderung durch Wohnrecht).

Gespräch mit Eltern und Fachmakler für Erbrecht am 11.01.19

Meine Mutter sagte zu dem Fachmakler, mein Sohn fühlt sich benachteiligt und sie wollte immer, dass beide Kinder den gleichen Anteil bekommen.

Der Fachmakler stellte daraufhin die Frage in den Raum, ob meine Schwester denn dann bereit sei das zu viel erhaltene Geld (50.000‐80.000 Euro) an mich zurückzuzahlen.

Diese Frage konnte aber keiner bejahen. Der Fachmakler ließ erkennen, dass er über die schlechte Stimmung zwischen den Geschwistern
informiert ist und erläutert, dass ein Verkauf seiner Erfahrung nach meistens zu einer Befriedung der familiären Verhältnisse führt. Der Verkauf schafft Fakten, meist wird dadurch der Streit beigesetzt,
schließlich sind es ja Geschwister.

Während dieses Termins erläuterte der Fachmakler noch verschieden Modell wie so eine Verkauf aussehen könnte. Diese Vorschläger hat der Fachmakler in einem zweiten Termin am 18.01.19 vertieft. Dabei gab es viele interessante Varianten, die ich ggf. in einem eigenen Beitrag aufführen werde.

Mein Vater sagte er sei prinzipiell damit einverstanden, länger als 1-2 Jahr wollte er eh nich mehr in dem Haus bleiben. Wie er schon beim Gespräch bei meiner Tante deutlich gemacht hat, ist ihm nichts so wichtig wie eine faire Lösung. Allerdings ist die Wahrscheinlichkeit, dass meine Schwester das zu viel erhaltene Geld zurückzahlt eher gering. Also blieb um die von meiner Mutter mehrfach gewünschte 50:50 Aufteilung (annähernd) zu erreichen nur der Verkauf.

Das ganz in Kürze

  • Meine Vater will eine faire Lösung (siehe Absichtserklärung)
  • Meine Mutter wollte immer eine 50:50-Aufteilung (siehe Gesprächsprotokoll unten)
  • Der Fachanwalt für Immobilienrecht sagte zu meiner Mutter in diesem (50:50) Fall muss mir meine Schwester 50.000-80.000 Euro zurück zahlen
  • Ich war bereit beim Verkauf auf eine Gleichverteilung zu verzichten, um den Frieden zwischen mir und meiner Mutter wieder herzustellen.
  • Doch nachdem meine Schwester von den Gesprächen erfuhr kam alles anders. Alle Vorschläge wurden abgelehnt. Eine Versöhnung war nicht mehr gewünscht. Details dazu im nächsten Beitrag.

Links

Absichtserklärung von mir und meinem Vater um für etwas Fairness zu sorgen.

Gesprächsprotokoll vom 11.01.19

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