Fairness und Gerechtigkeit

Ich habe mich in den letzte beiden Jahren viel im Freundeskreis über das Thema erben ausgetauscht. Es gibt hier auch viel positives zu Berichten. Auf diesem Eintrag möchte ich mit der Zeit ein paar gute Beispiele sammeln.

Vielen Eltern mag es vielleicht kleinlich erscheinen, aber mittlerweile bin ich davon überzeugt, das die Grundlagen für einen fairen Umgang miteinander essentiell in der Kindheit gelegt werden. Ein Kind, dass immer mehr erhält oder stärker bevorzugt wird als die Geschwister verinnerlicht dieses Verhalten irgendwann und hält es dann auch in Zukunft für normal, dass es immer den größten Teil vom Kuchen bekommt, egal wie groß der Kuchen später ausfallen mag. Bei mir ging es soweit, dass es immer selbstverständlicher wurde noch größer Kuchenstücke zu fordern und zu erhalten. Irgendwie hatte ich immer die Hoffnung, im Erbfall würden meine Eltern schon fair entscheiden und meine Zurückhaltung würde sich auszahlen. Doch da war es schon zu spät.

Ein Positives Beispiel

Ein positives Beispiel, das mich hier besonders berührt hat war bei einem Freund, dessen Schwester finanziell deutlich schlechter gestellt war als er. Er sagt sein Eltern waren immer fair und haben jedem Kind das gleiche gegeben. Besonders herausstechend war das folgende Beispiel. Die Eltern haben ihrer Tochter ein Auto finanziert, da die Tochter es sich selbst nicht leisten konnte. Über die gesamte Finanzierungsdauer überwiesen die Eltern exakt den gleichen Betrag auch ihrem Sohn. Obwohl dieser weder das Geld brauchte noch danach gefragt hatte. Das ist nun einige Jahre her. Die Leser können sich selbst überlegen, wie es aktuell um das Zusammenleben und Miteinander in dieser Familie bestellt ist.